Dirndl ein städtisches Modephänomen – rate mal seit wann!?

Posted by:Trachten Drescher
29 June 0   0

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Bis Mitte des letzten Jahrhunderts war „Dirn“ auch die gebräuchlichste oberdeutsche Bezeichnung für eine in der Landwirtschaft beschäftigte Magd. Speziell junge Frauen niederen Standes und insbesondere Dienstboten trugen dieses Dirndlgewand als Kleidungsstück, später wurde der Ausdruck zu „Dirndl“ verkürzt“!

Dirndl als ursprüngliche Dienstbotentracht setzte sich ab etwa 1870/80 in der Oberschicht des städtischen „Sommerfrischepublikums“, also der Urlauber, als „ländliches“ Kleid durch. Man trug es vorwiegend als legere Kleidung beim Urlaub in den Bergen.

Nach dem ersten Weltkrieg (1914-18) wurde das Dirndl zum Kassenschlager im deutschsprachigen Raum, da es als schlichtes Sommerkleid eine preiswerte Alternative zu den teuren und aufwändig gearbeiteten damaligen Sommerkleidern war.

Besonders während der Hitlerregierung war die Dirndltrachte besonders beliebt.

 

Aufgrund dieser Geschichte des Dirndl`s wurde es zwar durch die ursprünglichen Volkstrachten geprägt. Die Trägerin kann aufgrund dieser Kleidung nicht mehr einer Region oder einer sozialen Schicht zugeordnet werden – so wie es bei einer traditionellen Tracht üblich ist.

Heute bezeichnet der Begriff Dirndl ein Kleid mit engem, oft tief rechteckig oder rund ausgeschnittenem Oberteil und weitem, hoch an der Taille angesetztem Rock. Länge und Schürze wechseln mit der Mode: super sexy kurz, kurz über dem Knie, knielang oder wadenlang. Während das Tragen entsprechender Kleidungsstücke für Madl` und Buam in den 1970er Jahren auf Volksfesten kaum verbreitet waren, nimmt es v.a. seit den 1990er Jahren sehr stark zu.